Allgemeines
Dokumentation
-
-
-
- PDR Admintool (inkl. Download)
Zusammenarbeit
Allgemeine Einführung
Bei einer Klassifikation wie sie im PDR verstanden und verwendet wird, geht man von einer Dreiteilung der Beschreibungsebenen aus:
Kategorien setzen einen Aspekt in einen semantischen Kontext, in welchem er zu interpretieren und zu recherchieren ist. Ein Aspekt beinhaltet optimalerweise Informationen, welche sich genau einem, für Personen relevanten, übergeordneten Begriff zuordnen lassen. Eine Kategorie beschreibt eine Aussage, die im notification Element des Aspekt-Objektes als eine Zeichenkette vorliegt. Diese Zeichenkette kann wiederum in einzelnen Bestandteilen mit Markups vertaggt werden. Geschieht dies, sind die Tags wiederum durch die semantische Kategorie kontextualisiert. Da alle Kategorien alle Markups verwenden können, ist die Bewahrung des Zusammenhang eine essentielle Voraussetzung für die semantische Vergleichbarkeit und Kontextualisierung. Markups sind in gewisser Weise ontologisch strukturiert, sie erben jeweils den Bedeutungsraum des Begriffs auf erster Ebene. Die Kategorien besitzen hingegen keine Kind-Elemente, die Hierarchisierung von Begriffen findet sich eben erst auf der Ebene der Markups.
Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Personen werden im PDR mithilfe einer Subjekt-Objekt-Logik beschrieben. Subjekt und Objekt werden dabei mit Begriffen aus einem taxonomisch, das bedeutet monohierarchisch gegliederten, Vokabular verbunden. Die Oberkategorie des Beziehungs-Vokabulars ist sehr allgemein gehalten und erfasst lediglich den Kontext einer Beziehung, z. B. Familie, Beruf, Erziehung oder Ausbildung (context). Die zweite Ebene ist etwas genauer gefasst und beschreibt bereits die Qualität bzw. Art einer Beziehung (class). Auf der dritten und letzten Ebene steht dann bereits ein sehr konkreter Begriff (relation), der Inhalt des Tags. Sämtliche Relationen sind aus Sicht des Subjekts formuliert, um das Anlegen der Beziehungen möglichst einheitlich zu gestalten. Es empfiehlt sich, Relationen reziprok anzulegen, damit eine Gegenseitigkeit beschrieben werden kann. Diese „Subjekt-Prädikat-Objekt“ Graph entspricht ontologischer Konzeptionierung von Begriffen und gleichzeitig dem üblichen Sprachgebrauch.
Markups stellen die tiefste Ebene in der Klassifikation dar: Mit ihrer Hilfe werden einzelne Bestandteile (Zeichenketten) im notification Element eines Aspekt-Objektes semantisch ausgezeichnet, d.h. vertaggt. Markups können in einer bis zu vier Ebenen umfassenden Monohierarchie angelegt werden. Zu beachten ist, wie erwähnt, dass alle Markups von allen Kategorien benutzt werden können, sie sind somit kontextunabhängig. Nichtsdestotrotz tragen sie erheblich zur semantischen „Unterfütterung“ von Aussagen über eine Person bei.
Es ist somit wichtig, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bestandteilen einer Klassifikation im PDR zu verstehen. Damit wird die semantische Auszeichnung von Daten nicht nur maschinell sondern eben auch human verständlich und befördert den wissenschaftlichen Mehrwert.
Eine Neuerung im erweiterten Datenmodell ist die Speicherung der Klassifikationen in einer vom PDR vorgegeben Datenstruktur. Dabei muss zwischen allgemeiner Definition (s. Schemadokumentation für cldl.xsd) und projektspezifischen Einstellungen unterschieden werden (s. Schemadokumentation für proj_config.xsd). Durch die Einführung der neuen eodl-Objekte steigt der Umfang und die Komplexität der zu verwendenden Klassifikationen, da für jeden neuen Entity-Typ auch dem Objekttyp entsprechende Klassifikationen berücksichtigt werden müssen. Bisher wurde unter dem Begriff Klassifikation sämtliche Kategoriensammlungen eines gemeinsamen Providers verstanden. Mit der Datenmodellerweiterung wird dieser Ansatz nicht beibehalten, sondern es muss klar zwischen semantischer Klassifikation für Aspekt-Kategorien, den Markup-Kategorien und den Relations-Kategorien als jeweils eigenständige Klassifikation unterschieden werden. Hinzu kommt eine neue Klassifikation für Kommentare.
Es ist nun also möglich auch unabhängig von speziellen Anwendungen wie dem Archiveditor Klassifikationen zu bearbeiten. Sie werden zentral auf dem Server einer PDR-Instanz gespeichert und können so in Objekten mittels URL referenziert werden.
Einen Überblick über die im erweiterten Datenmodell verwendeten Klassifikationen der PDR Instanz der BBAW, bietet das Webfrontend für PDR-Klassifikationen. Außerdem können darüber Projekteinstellungen und Maps von Kategorien zur Ansicht aufgerufen werden werden.
~~DISCUSSION~~